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ToggleGedanken vor der Therapie
Nun gut, der Arzt sagte mir, ich solle rechtzeitig meine Papiere erledigen. Für mich waren andere Dinge wichtiger:
- Ich wollte meine Tochter sehen
- Ich wollte ans Meer
- Ich wollte meine Familie sehen
Mein noch recht kurzes Leben zog an mir vorbei. Ich fragte mich immer wieder: Soll es das jetzt schon gewesen sein?
Nein, damit wollte ich mich nicht abfinden. Ich wollte LEBEN!
Der erste Chemoblock
Nachdem ich mich zum ersten Chemoblock im Krankenhaus eingefunden hattelernte ich direkt mehrere „Gleichgesinnte“ kennen. Mir wurde erzählt, wie es war
- als Haare ausfielen
- als die Übelkeit kam
- als man ums überleben kämpfte
- als der Tod kam (bei einem selber oder bei seinen Mitpatenten)
- als jeder jeden unterstützte
Vom Ablauf her wurde mir erzählt, dass bei mir mehrere Chemoblöcke getätigt würden. Da bedeutete: Eine Woche dauerhaft Zuführung der Chemoflüssigkeit, danach eine Woche Pause (außerhalb des Krankenhauses). Dieses würde über einige Wochen stattfinden. Ziel war es, die Tumore einzukapseln, um sie später heraus zu operieren.
Haarausfall
Anfangs bekam ich nichts davon mit. Ich hatte das Gefühl, dass dieses bei mir nicht passieren würde. Doch weit gefehlt: Zum Ende des ersten Block fingen die Haare an, auzufallen. Nein, das wollte ich nicht über eine längere Zeit erleben. Ich nahm meinen Rasierer und rasierte mir das erste Mal in meinem Leben eine Glatze.
Mir geht es gut
Über den ersten Chemoblock verspürte ich keine Übelkeit. Duch die Verabreichung von Schmerzmitteln, spürte ich keine Schmerzen mehr. Zu meiner eigenen Verwunderung ging es mir sehr gut. Ich dachte mir: So können alle Blöcke verlaufen. Das ist ja gar nicht so schlimm.